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In Gedenken an Angelika Brauer

Ulme35 • Juli 2026 .

Angelika gehörte zu den Allgegenwärtigen in unserem Haus, ohne die es die Ulme nicht gäbe. Von Anfang an engagierte sie sich in wechselnden Rollen. Zunächst baute sie die Bibliothek der Heimaten mit auf, dann wirkte sie vier Jahre lang als Schatzmeisterin für unseren Verein. Während ihrer Zeit wuchs der Haushalt deutlich und damit auch die Arbeit für sie. Doch auf Angelika war immer Verlass.

Sie spendete großzügig für die Ulme und war als Alt-Stimme ein wichtiges Mitglied im Ulme-Chor. Sie unterstützte Familien, Kinder und Jugendliche mit Flucht- und Migrationserfahrung bei Hausaufgaben, dem Ausfüllen von nicht enden wollenden Formularen, bei der Wohnungssuche und dem Erlernen von Deutsch. Deutsch unterrichtete sie seit mindestens zehn Jahren, erst im ökumenischen Zentrum in der Wilmersdorfer Straße und seit Januar in der Ulme – ein leuchtendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement.

Angelika war eine echte Westenderin. Zunächst lebte sie mit ihren Eltern in einem Kleingarten am Spandauer Damm. Später bauten die Eltern ein Haus in Ruhleben, das Angelika nach deren Tod mit ihrem Mann übernahm. Sie arbeitete viele Jahre als CBTA (chemisch-biologische technische Assistentin) in der Grundlagenforschung. Auch über die Ulme hinaus war Angelika äußerst aktiv: Sie war Schatzmeisterin eines kleinen Kulturvereins, der in Brandenburg auf dem Land Konzerte organisierte, und sehr engagiert in ihrer Tanzgruppe, mit der sie viele Reisen unternahm.

Sie fehlt uns – und all den Menschen, die sie seit Jahren unterstützte, mit denen sie sang, tanzte, philosophierte und reiste.