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Liebe Freundinnen und Freunde der Ulme35,
schlechte Nachrichten von der BIM, der Eigentümerin des Hauses - die neue Wasserleitung verzögert sich, es dauert noch bis wir Trinkwasser und eine Küche haben werden - Improvisation ist weiter angesagt.
Das hindert uns aber nicht daran, für die kommenden 2 Wochen wieder viele tolle Veranstaltungen ankündigen zu können:
(Hier die Druckversion des Programms zum Verteilen...)
...continue reading "Filmdoku mit vertrauten Gesichtern, “Subbotnik “- Arbeitstag in der Ulme und mehr bis Ende Juli"

Es war ein schönes Fest - Danke allen, die sich an den Planungen und der Durchführung so tatkräftig beteiligt haben! Statt langer Beschreibungen folgen weiter unten Bilder und die Rede, die Dr. Zhivka Deleva, die Heimleiterin des Flüchtlingsheims in der Eschenallee hielt. Bei all dem, was wir in der Ulme35 und in allen Flüchtlingsunterkünften dieser Stadt tun - immer geht es um individuelle Menschen - Danke Zhivka, dass Du das so eindrücklich in Worte gefasst hast.

"Liebe Freunde der Esche, liebe Freunde der Ulme,
bevor wie zu diesem Sommerfest zusammenkommen, möchte ich ein paar Worte zu den Eindrücken der letzten zwei Jahre verlieren. Bitte haben Sie ein wenig Nachsicht – ich bin keine deutsche Muttersprachlerin – , denn es wird meine erste längere Rede vor größerem Publikum in dieser Form.
Vor zwei Jahren trafen wir uns das erste Mal. Du warst Skender und ich war Shefica. Gestern erzähltest du mir, dass du gehen wirst. Etwas zerbrach in mir als du diese Worte aussprachst. - Ein System, das ohne Fehler funktioniert, wurde bis zum heutigen Tage noch nicht erfunden.
Ich erinnere mich, als wäre es heute: Wir besuchten dich im Krankenhaus, direkt nachdem du einen Herzinfarkt hattest. Das stundenlange Warten in den kalten Wintertagen 2015 war zu viel für dich. Es war auch in diesen Tagen, als wir zusammen lachten und versuchten, stark zu bleiben und einfach nur die nächste Zeit zu überstehen. Aber heute hast du beantragt, dass du und deine liebevolle Familie Deutschland für immer freiwillig verlassen wollt. Deine Kinder sprechen Deutsch, sie gehen zur Schule - und zwar regelmäßiger als viele andere Schüler, die ich bisher kennenlernte. Denn einen Schulabschluss zu machen, ist unheimlich wichtig – das hast du ihnen immer wieder klargemacht. Du bist eine echte Vaterfigur. Es gibt eine Geschichte über den Skender, wie wir ihn kennen, die Amei gern erzählt. Sie geht ungefähr so:
In einer kalten Turnhalle saß eine Gruppe von Bosniern, Kosovaren, Serben und Albanern zusammen, und Amei erzählte ihnen, dass sie gemäß dem deutschen Asylgesetz nicht den Schutz finden werden, den sie hier suchen. Die Gruppe begriff, dass das keine leeren Worte waren - dementsprechend waren sie wütend und enttäuscht. Doch trotz der allgemeinen schlechten Stimmung sagten sie zu Amei: „Egal was uns passiert, bitte sorgt einfach dafür, dass Skender und seine Familie bleiben dürfen.“ – Ende Juli wird Skender das Land verlassen. Er hat eine lange Reise gehabt – in der Tat.
Vor zwei Jahren trafen wir uns das erste Mal. Du warst Mohamed und ich wurde Mudira. Deine Stimme klang so kräftig – und so ergreifend. Du warst ein Jugendlicher – aber mit einer Geschichte und einer Odyssee, die für zwei Leben reicht. Es war einfach, mit dir zu reden. Du sprachst Englisch, ich sprach Englisch. Heute sprichst du Deutsch, und deine Stimme hört sich dabei anders an als früher. Du kamst mit deinem Bruder, hast mit ihm all die Grenzen überquert, die zwischen Syrien und Deutschland liegen. Ihr machtet dieselben Erfahrungen – von dem Moment an, als ihr aufbracht bis zum Asylentscheid, den dein Bruder bekam, du aber nicht. Denn vor über einem Jahr ging dein Pass verloren, irgendwo in der Provinz Süddeutschlands. Dein Bruder und du musstet dort zur Registrierung eure Pässe abgeben. Der Pass von deinem Bruder ging aber nicht verloren, deswegen ist er heute ein anerkannter Flüchtling – und du warst bis vor Kurzem nur geduldet. Ein System, das ohne Fehler funktioniert, wurde bis zum heutigen Tage noch nicht erfunden.
Es gab viele wie Euch, die wir kennenlernen durften. Meine Kollegen teilweise mehr, als ich es durfte. Beispielsweise Rasha: eine starke Frau, so stark wie man als Mutter nur sein kann. Oder Samar – deine beiden Babys werden Babys unseres Heims sein. Brunilda, eine unendliche Geschichte über eine Frau und ihre Kinder, Zoran, der größte Darsteller aller Zeiten – du stahlst uns unsere Herzen, nur um sie zu brechen. Und Antigona und die love story. Und Said Aldin. Und Rebwar. Und Asma, Und Yasmin. Und Rashid. Und Abdullah. So viele von Euch und alle anderen, die ich hier nicht aufzählen kann. Viele von euch kamen und blieben. Viele sind noch dabei, ihren Weg zu finden. Eines Tages werden wir alle diesen Ort verlassen und werden uns, hoffentlich, trotz all der bitteren Erfahrungen, die wir gemeinsam machen mussten, uns an die vielen guten Dinge erinnern
Die Esche steht nie still, sie ist eine Durchgangsstation für alle, die hier wohnen oder hier zu tun hatten oder noch haben. Unser Team hat viele kommen und gehen sehen. Was ich allen, die die Esche verlassen haben, einfach einmal sagen wollte: Ihr bleibt mit uns verbunden.
Amei, Irene, Mirjam, Franziska, Katrin, Kristin, Frank, Caroline, Hardy, Dorothea, Dassana, Yvonne, Leon, Alex und noch mehr als über einhundert andere Menschen, die ihre Freizeit zur Verfügung stellen, geben der Menschlichkeit ein Gesicht, und das in Zeiten, in denen eigentlich gilt: No Time for Nothing (oder: Time is Money).
Westend – Ich kannte diesen Ort in Berlin nicht, bevor ich hier anfing zu arbeiten. Mittlerweile habe ich aber so viel über diese kleine Insel in der Großstadt und ihre Menschen gelernt. Mir wurde klar: Hier gibt es tatsächlich einen Gemeinschaftssinn. Hier wird einem der Dialog angeboten, um gemeinsam das Beste aus den Chancen zu machen, die sich bieten. Das machte mich, und uns alle hier, ein Stück besser, die wir durch den Alltag nicht gerade mit Menschlichkeit verwöhnt werden. So hatten wir zusammen so etwas wie einen Stammtisch in einer alten Charlottenburg-Westend-Kneipe.
Wir alle sind hier versammelt, um das Ende des Ramadans zu feiern. Natürlich ein wenig verspätet, aber Sie/ihr alle habt gesehen, was für ein Wetter das vor einer Woche war. Heute, bei diesem eher herbstlich oder besser frühlingshaften Wetter, möchte ich Sie/Euch nun einladen jetzt das Sommerfest zu genießen und Sie/Euch daran erinnern, was wir haben, wer wir sind, wo wir herkommen und darüber nachzudenken, wo unser Weg von hier aus hinführen wird.
Zum Schluss möchte ich kurz einen Teil einer meiner liebsten Reden zitieren, welche mich immer an zu Hause denken lässt, an die Vergangenheit und an die Zukunft:

Jeder Teil dieses Landes ist meinem Volke heilig. Jeder Hang, jedes Tal, jede Ebene und jedes Gehölz ist geheiligt durch eine zärtliche Erinnerung oder eine traurige Erfahrung meines Stammes. Sogar die scheinbar stumm in der Sonne brütenden Felsen der Küste in ihrer feierlichen Größe sind getränkt von Erinnerungen an vergangene Ereignisse, die mit dem Schicksal meines Volkes verbunden waren. Und selbst der Staub unter unseren Füßen antwortet liebevoller auf unsere Schritte als auf eure; denn er ist die Asche unserer Vorfahren, und unsere nackten Füße sind sich der wohlwollenden Berührung bewußt, da der Boden reich ist durch das Leben unserer Familien.

Die grimmigen Krieger und die liebevollen Mütter, die frohgemuten Mädchen und die kleinen Kinder, die hier lebten und sich freuten, und von denen man jetzt nicht einmal mehr den Namen kennt, lieben immer noch diese Einöde, und ihre dunklen Winkel werden zur Abendzeit schattig durch die Anwesenheit der Geister der Dämmerung.

Auf der ganzen Erde gibt es keinen Ort, der der Einsamkeit geweiht ist. In der Nacht, wenn die Straßen eurer Städte und Dörfer still geworden sind und ihr sie verlassen wähnt, werden sie voll sein von den zurückkehrenden Scharen, die einst dieses wundervolle Land bevölkerten und es jetzt noch lieben.
Rede des 1866 verstorbenen Häuptlings der Suquamish und Duwamish-Indianer Seattle von 1854

Vielen Dank für Ihre/Eure Aufmerksamkeit und lasst uns – bei hoffentlich trockenem Wetter – einen schönen Nachmittag zusammen verbringen!"

Zhivka Deleva

Und nun die Bilder, alle © Mohsen Hassani (vielen Dank!)

Räumt jemand seinen Keller auf oder muß jemand eine Wohnung räumen?

Ab Ende Juli haben wir einen Hausmeister und der braucht Werkzeug! Bevor wir alles kaufen, wollen wir erst einmal fragen, manchmal hat man ja Glück. Also; habt Ihr etwas von dem Folgenden vielleicht übrig?

...continue reading "Werkzeug gesucht – oder eine kleine Bettelliste (Stand 28.7.2017)"

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben - zum einen ist das Sprichwort eine schöne Sprachübung für unsere Übersetzer :-), zum zweiten ist es wahr:

Das Zuckerfest mit buntem Kinderprogramm von Hüpfburg über Kartoffellauf bis Zirkus findet am kommenden Freitag, dem 7.7.17 von 16.00 bis 21.00 Uhr statt. Es gibt orientalische Süssigkeiten und reichlich Platz, die mitgebrachte Picknickdecke auszubreiten - freuen Sie sich auf ein buntes gemeinsames Fest!




Am Samstag, dem 8.7. gibt es einen besonderen Geschichtenabend - die Organisation Saiedad Souria hat mit Frauen in Syrien, in den Nachbarländern und in Deutschland Workshops durchgeführt, in denen Kurzgeschichten entstanden. Gelesen wird auf arabisch, zum Mitlesen gibt es die Texte auf Deutsch und die Oud-Musik braucht keine Übersetzung.

Und weil Feiern Spaß macht, gibt es am Sonntag, den 9.7. von 15.00-18.00 Uhr ein Fest nur für Frauen - kommen Sie dazu und feiern Sie mit! 

Am Mittwoch, dem 12.7.  kommt bereits um 15.30 Uhr die  Komische Oper Berlin mit ihrem Opern-Dolmuş nach Westend und lädt zu einem Opernprogramm in Kleinbus-Besetzung ein. Das Programm "In zwei Heimaten zuhause" präsentiert Arien und Duette aus 500 Jahren Operngeschichte.  Sie erzählen davon, was es heißt, das Glück in der Ferne zu suchen und dafür das Vertraute zu verlassen. Dabei verknüpft sich das Opern- und Operettenrepertoire auf Deutsch, italienisch und französisch nahtlos mit Volksliedern aus der Türkei, Kroatien und Holland.

Am Freitag, dem 14.7. um 19.00 Uhr geht es im Filmclub um Afghanistan: Wir zeigen den Film „Der Drachenläufer“ nach dem gleichnamigen Bestseller des afghanisch-amerikanischen Autors Khaled Hosseini auf deutsch mit Untertiteln in farsi. Anschliessend möchten wir mit Afghanen darüber sprechen, wie realistisch dieser in China und Kalifornien gedrehte Film das Leben in Afghanistan vor der sowjetischen Invasion schildert.

Am Samstag, dem 15.7. ist um 19.00 Uhr der syrisch/deutsche Autor Wahid Nader zu Gast. Begleitet von Issa Fayad an der Oud liest er aus seinen Werken.  

Übrigens: ab dem 1. Juli haben wir auch Donnerstags ab 15.00 Uhr geöffnet! Im Schwerpunkt soll es an diesem Nachmittag rund um Angebote zur Jobintegration gehen - wenn Sie helfen wollen, Lebensläufe oder Bewerbungen zu schreiben - bitte melden Sie sich!

Hier finden Sie das vollständige Programm in 3 Sprachen zum Ausdrucken und Weitergeben…

Wir freuen uns auf Sie
Ihr Ulme35-Team

نعتذر من الأخوة والأخوات الأعزاء لاضطرارنا مرغمين تأجيل موعد حفل عيد الفطر -الذي كان من المفترض أن يقام غداً- إلى الجمعة المقبلة الموافق 2017.07.07 وبنفس الوقيت وذلك بسبب سوء الأحوال الجوية، مع جزيل الشكر لتفهمكم وشكراً

أعزائنا أصدقاء ال Ulme35,
لقد شهدنا حتى الآن و في النصف الأول من شهر حزيران نشاطات عديدة ومتنوعة, بدءاً من قراءة قصائد عربية, مروراً باجتماعنا على الشرفة في إطار فعالية بعنوان "لا-تترك تنفسك-عُرضة للانفعالات", وانتهاءاً بأمورٍ أُخرى من ضمنها النقاشات الفلسفية التي أقيمت, موسيقا الراب العربية التي عُزِفَت, ولم يخلو الأمر من بعض قطرات الماء التي كانت تتسلل من بعض مواضع سقفنا القديم.
تماماً كالنصف الأول من حزيران, وبنفس تلك الحيوية والنشاط (وبدون قطرات الماء المتسللة من السقف القديم) نرغب أن نكمل معكم نشطاتنا وفعالياتنا في ال Ulme35 النصف الثاني من هذا الشهر.
وفي كل من أيام الأربعاء, الجمعة, والسبت سنرحب بكم في الصالون, والشرفة التابعة للمكان كي نشرب القهوة سوية, فشاركونا كوب القهوة حين تستطيعون!
كما أن الحدث الأبرز لهذا الشهر سيتكلل بعيد الفطر في نهاية شهر رمضان, والذي سنحتفل به في الحديقة سوياً مع الجيرة واللاجئين, وذلك في يوم الجمعة الموافق ل 30 من شهر حزيران الجاري. وبقصد الاحتفال بعيد الفطر فقد بدأ الأطفال وبنشاطٍ كبير تحضير ديكورات مكان الاحتفال.
سنكون ممتنين لكل من يشاركنا بنشر هذه الدعوة, ويساندنا في إقامة الحفل من خلال التبرع بقوالب الحلوى للحفل أو إحضار بطانيات للجلوس على العشب, للتواصل معنا: info(at)interkulturanstalten.de .

Programm_Juni_2-3 Sprachen

وأمّا يتعلق بنشاطات في الفترة اللاحقة:
ستقام من جديد فعالية احتفالية خاصة بالنساء, وذلك في يوم الأحد الموافق لليوم التاسع من شهر تموز (7) القادم. إلى جانب ذلك نتشرف بدعوتكم إلى "يوم العمل" في ال Ulme35 أو ما يعرف باسم “Subbotnik” بتاريخ 22.7. , وهو عبارة عن يوم سبت يقام في ال Ulme35 نقوم من خلاله بالمشاركة سويةً بإنجاز الأعمال اليدوية التي يحتاجها مبنى ال Ulme35 من تركيب وتنظيف وتصليح وأمور أُخرى عديدة.
لمعرفة كل مواعيد النشاطات الأُخرى ومعلومات إضافية بهذا الخصوص ندعوكم لزيارة موقعنا الالكتروني على الانترنت: www.ulme35.de
أو زيارة صفحتنا على الفيسبوك بعنوان: ulme35

تُسعدنا مشاركتكم معنا في الفعاليات القادمة.
مع أطيب التحيات
أصدقاكم في فريق ال Ulme35

25 enthusiastische Menschen aus 16 Ländern hatten bei uns in der Ulme einen inspirierenden ersten Tag ihrer von ChangemakerXchange organisierten Networking Woche. 90 Sekunden hatte jeder Zeit, seine gemeinnützige Idee im Themenbereich 'Migration' zu präsentieren. Was für eine Herausforderung! Wie gut, dass danach noch viel Zeit war, sich im Garten bei einer Pizza über Ideen, Kooperationsmöglichkeiten und gemeinsame Erfahrungen auszutauschen. ...continue reading "Erfolgreiche Pitchnight in der Ulme"

Toll - so viele coole Ideen von ganz unterschiedlichen Leuten, wie man das Haus mit Leben füllt!

Hier das Programm bis Ende Mai zum Ausdrucken und Verteilen - Infos zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es hier auf der Webseite in verschiedenen Sprachen oder bei facebook.

Ausdrucken? hier entlang: Druckversion Programm_Mai 2017

Programm Mai 2017