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»Verräterkinder. Die Töchter und Söhne des Widerstands« – Film-Matinée

Datum/Zeit
Datum - 15.08.2026
11:00 - 14:00 Uhr

Ein Dokumentarfilm von Christian Weisenborn, 45 min

Einlass: ab 10:30 Uhr
Nachgespräch mit mit Dr. Axel Smend.

Eintritt frei, Reservierung erforderlichHier geht es zur Buchungsmaske

Vor 82 Jahren, am 20. Juli 1944, scheiterte das Attentat auf Adolf Hitler. Die Widerstandskämpfer, ihre Unterstützer und Mitwisser, Männer wie Frauen, Offiziere, Arbeiter, Adelige, wurden fast ausnahmslos in den nächsten Wochen und Monaten in Plötzensee hingerichtet. Heute feiern wir sie als den besseren Teil der deutschen Geschichte. Doch bis dahin war es ein langer Weg. In den 50er und 60er Jahren galten sie als Verräter, erst in den 70ern begann eine vorsichtige Umorientierung, 1998 wurden die Urteile der Männer des 20. Juli revidiert, erst 2009 hob der Deutsche Bundestag die Todesurteile gegen die Mitglieder der „Roten Kapelle“ wegen „Kriegsverrats“ auf. Ihre Kinder, ohnehin traumatisiert durch den Verlust ihrer Eltern, wurden als „Verräterkinder“ denunziert. Die Eltern von Christian Weisenborn, dem Regisseur des berührenden gleichnamigen Films, waren Mitglieder der „Roten Kapelle“. Sie verbreiteten schon 1942 Flugblätter, die vom Völkermord an den europäischen Juden berichteten, und sie versuchten, Kontakt zu den Sowjets und zu den Amerikanern aufzunehmen. Weisenborns Eltern überlebten, aber 52 Mitglieder ihres Widerstandskreises wurden zum Tode verurteilt und hingerichtet. Weisenborn hat mit diesen und anderen Nachkommen des Widerstands 60 Jahre später gesprochen, über die Trauer um die früh verlorenen Mütter und Väter, das schwierige Aufwachsen in einer Zeit, als deren Heldentaten entweder diffamiert oder, wie in der DDR, instrumentalisiert wurden.

Im Anschluss an den 45-minütigen Film können wir mit Dr. Axel Smend sprechen, einem der Protagonisten des Films, dessen Vater, der Generalstabsoffizier Günther Smend, am 8. September 1944 in Plötzensee hingerichtet wurde. Von 2003 bis 2020 war er Vorstandsvorsitzender bzw. Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung 20. Juli 1944 in Berlin.

Wir bedanken uns herzlich bei unserem Mitglied Heribert Kentenich, der die Initiative hatte und zu dieser Matinée im Gedenken an den Deutschen Widerstand einlädt!

Kostenlose Tickets:

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