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»Petrolismus. Erdöl – Ideologie gewordene Substanz« – Panel, Diwan al-Falsafa & Buffet

Datum/Zeit
Datum - 27.06.2026
16:00 - 21:00 Uhr

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

Anmeldung erforderlich → hier klicken

Aus aktuellem Anlass möchten wir uns an diesem Samstagnachmittag dem Thema „Petrolismus“ widmen. Der Stoff Erdöl und seine Auswirkungen auf Gedanken, Gesellschaften und Umwelt soll aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedene Weisen beleuchtet werden. Denn es geht in der aktuellen durch den Irankrieg hervorgerufenen Krise nicht nur um den Preis des Benzins an der Tankstelle; sondern es wird deutlich, dass dieser Stoff quasi omnipräsent ist und in unzähligen Produkten vorkommt, bei denen man ihn nicht vermutet oder seine Anwesenheit (bewusst?) ignoriert. Auch psychologische Aspekte sollen zur Sprache kommen: Inwieweit liegt nicht nur eine Abhängigkeit, sondern gar eine Sucht vor, sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene? Eine Sucht, die nicht unbedingt bewusst ist, aber das Verhalten doch, vielleicht umso stärker, prägt und auch politisch eventuell irrationale Handlungen nach sich zieht.

Um diese und andere Fragen zur „Petromoderne“ soll sich unsere Veranstaltung drehen.

16:00 Uhr – Panel:
Petromoderne und Petrolismus
In diesem Panel wollen wir die Folgen des „Petrolismus“ ausleuchten, im Blick nicht nur die in westlichen Ländern, also den konsumierenden, sondern auch die in jenen des Nahen Ostens, also den produzierenden (und konsumierenden – interessant sind hier die Golfstaaten, die sich von den eher ärmeren Ländern der arabischen Halbinsel zu den wohlhabendsten entwickelt haben).

Was macht Erdöl mit den jeweiligen Gesellschaften? Wie sind die Auswirkungen des Petrolismus auf u. a. die Gesellschaften, die Politik, die Natur?

Panel in arabischer Sprache, mit Simultanübersetzung ins Deutsche. Mit Prof. Ahmed Ibrahim Abushouk (via Zoom), Dr. Samuli Schielke, moderiert von Dr. Ibrahim Mohamad.

18:00 Uhr – Diwan al-Falsafa
Erdöl – Fluch oder Segen?
Erdöl hat das moderne Leben geprägt und Industrien und Volkswirtschaften angetrieben. Aber werden die Vorteile gleichmäßig verteilt? Während es für viele Wohlstand und Arbeitsplätze schafft, sieht eine gleiche oder sogar größere Anzahl von Gruppen kaum einen Gewinn. Ölproduzierende Länder und ihre Gesellschaften sind häufig mit Umweltverschmutzung, Vertreibung und Gesundheitsrisiken durch Förderung und Verschüttungen konfrontiert.

Was macht Petrolismus mit Gesellschaften? Ist die Petromodernität wirklich ein Segen für alle und kann Wirtschaftswachstum ökologische Ungerechtigkeit rechtfertigen? Und wer profitiert wirklich von diesem „schwarzen Gold“?

Hauptsprache: Deutsch, Beiträge sind auch in englischer oder arabischer Sprache möglich und werden von uns bestmöglich verdolmetscht.

Der Diwan al-Falsafa ist ein philosophischer Salon „à l’arabe“, der Gelegenheit bietet, aktuelle Themen mit Bezug zur arabischen Welt in einem nicht-hierarchischen Rahmen zu diskutieren. Zu Beginn eines Diwans steht eine 5–10-minütige Einführung in das jeweilige Thema, gefolgt von einer moderierten Diskussion unter allen Teilnehmenden. Die Hauptsprache der Veranstaltung wird in der Einladung festgelegt (Deutsch, Arabisch oder Englisch); Beiträge können jedoch auf Arabisch, Deutsch oder Englisch eingebracht werden, wobei wir uns bemühen, diese bestmöglich zu übersetzen.

Bisher wurde im Diwan diskutiert: Grenzenlose Meinungsfreiheit? – Heimat – Fremdheit – Fördern soziale Netzwerke Meinungsfreiheit? – Religion und Gewalt – Fundamentalismus – Politische Mündigkeit – Utopie als Notwendigkeit – Staatenlose Völker: Problem oder Chance? – Identität – Islam und Zivilgesellschaft – Post-Säkularismus – Moderne & Modernität – Humanistischer Islam – Individuum & Islam – Integration

Ab ca. 19:30 Uhr – Buffet
Zum Ausklang laden wir zu einem kleinen Buffet mit Mezze und sommerlichen Salaten ein.

Kommt vorbei, diskutiert mit und bringt eure Perspektiven ein!

Eine Veranstaltung von Ibn Rushd Fund e.V.


IBN RUSHD FUND – EINGETRAGENER VEREIN MIT ANERKANNTER GEMEINNÜTZIGKEIT