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Film: "Mein Herz sieht die Welt schwarz – eine Liebe in Kabul"

Datum/Zeit
Datum - 11.05.2018
19:00 - 21:00 Uhr


Dari und Pashtu, deutsche Untertitel
Hossein und Shaima  lieben sich, seit sie Kinder sind. Als Teenager reißt sie der Krieg auseinander, im Kabul der 90er Jahre treffen sie wieder aufeinander. Doch die Armut zwingt Hossein, wieder in den Krieg zu ziehen, querschnittsgelähmt kehrt er zurück. Shaima wird als vierte Ehefrau an einen 40 Jahre älteren Mann verkauft und schwanger. Weil Shaimas Ehemann das Brautgeld nicht bezahlt, kehrt sie mit ihrer fünfjährigen Tochter zurück in die Enge ihrer Herkunftsfamilie.
Gegen alle Erschwernisse und den strikten Willen ihrer Familien halten Hossein und Shaima an ihrer Liebe fest. Sie träumen von einem gemeinsamen Leben, ohne Krieg, frei von den Stammesgesetzen, nach denen die männlichen Mitglieder beider Familien versuchen, ihre Liebe zu verhindern …
In der persönlichen Liebesgeschichte von Hossein und Shaima spiegelt sich die Geschichte eines seit Jahrzehnten kriegsversehrten Landes im Umbruch. Elfmal war die große Dokumentarfilmerin Helga Reidemeister mit ihrem eingeschworenen Team seit Anfang der Nuller Jahre in Afghanistan, drei Filme sind auf diesen Reisen entstanden: neben „Mein Herz sieht die Welt schwarz“ von 2008 „Texas – Kabul“ (2004) und „Splitter Afghanistan“ (2015). Der Kameramann Lars Barthel und die Tonfrau Nic Nagel werden im Anschluss an den Film von ihren Erfahrungen in Afghanistan und bei den Dreharbeiten erzählen.